Contact us
Leave a message

Ursprung und Charakteristika der Gospelmusik

„Gospel“ ist das englische Wort für „Evangelium“ – und genau wie letzteres auf das griechische εύαγγέλιον („Gute Nachricht” oder „Frohe Botschaft”) zurückgeht, lässt sich auch „Gospel“ auf das bedeutungsgleiche altengliche „gōdspel“ (mit gōd = gut und spel = Erzählung, Nachricht; im modernen Englisch etwa: „good spell“) zurückführen.

Im Originalverständnis der englischen Sprache bezeichnet Gospel Music im weitesten Sinne die Entwicklung der christlichen Musik auf dem amerikanischen Kontinent. Angefangen beim Evangeliumslied des 19. Jahrhunderts bis hin zur christlichen Popmusik, im engeren Sinne jedoch ebenfalls die Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden.

Im deutschen Sprachverständnis wird der Begriff Gospel als Oberbegriff für die unterschiedlichen Ausprägungen und die Entwicklungen der afroamerikanischen christlichen Musik aus der Kommerzialisierung des Negro Spiritual Anfang des 20. Jahrhunderts heraus verwendet. Folglich gelten lediglich Werke mit entsprechenden stilistischen Wurzeln im Deutschen als Gospels. Diese wurden zunächst meistens als Gemeindegesang praktiziert aber auch von Gesangsgruppen, Chören und solistisch vorgetragen gesungen. Die instrumentale Begleitung erfolgte oft von einer Jazzband mit Schlagzeug, Bass, Klavier und Orgel. Dieses chronologisch gesehen erste untergeordnete Genre wird im Deutschen als Black Gospel bezeichnet (englisch: Traditional Black Gospel); stilistische Weiterentwicklungen nehmen beispielsweise Elemente der Country- oder Pop-Musik oder traditionelle Elemente anderer Musikkulturen (etwa der keltischen) auf.

Als „Gospelchor“ bezeichnen sich religiös orientierte Chöre, die einen Schwerpunkt auf Gospel im engeren Sinn oder Spirituals legen. Oftmals nennen sich auch Kirchenchöre so, die auch vielfältige andere populäre Stilrichtungen pflegen.

Als den oder das Gospel bezeichnet man im Deutschen ein dieser Musikrichtung zugehöriges Werk.


Hauptquelle für diese Seite und ihre Unterseiten: Wikipedia

Zusammengestellt von Jason Johnson.